Ein Interview mit Pflegedienstleiterin Mina Beciri. (Auf dem Foto links, zu Besuch bei einer Bewohnerin der Kursana Residenz):
Über 60 Menschen leben in der Kursana Residenz in St. Gallen, und Mina Beciri kennt sie alle: ihre Wünsche, Gewohnheiten und Anliegen. Für die engagierte Pflegedienstleiterin ist dieses Wissen Voraussetzung für eine gute Betreuung und Qualität in der Pflege. „Die Achtung vor der Individualität des Bewohners hat Priorität“, betont sie.
Um neue Residenzbewohner kennen zu lernen, nimmt sich Mina Beciri viel Zeit. „Ich spreche ausführlich mit den Senioren und deren Angehörigen über ihre Erwartungen“, erzählt sie. Oft gelte es zudem, Schuldgefühle und Unsicherheiten bei den Kindern abzubauen, wenn ein Elternteil in die Residenz einzieht. „Wir wollen die Verwandten in alle Entscheidungen miteinbeziehen,“ sagt Mina Beciri. Gerade wenn ein Mensch pflegebedürftig in die Residenz gebracht wird, müsse der Partner Bestätigung erfahren: „Wir betonen, dass sie uns eine große Hilfe sind und es bewundernswert ist, wie sie denjenigen betreuen.“
Qualität durch Weiterbildung Bei der Pflege legen Mina Beciri und ihre Mitarbeiter großen Wert auf einen geduldigen und liebevollen Umgang mit den Bewohner/innen. „Dabei respektieren und fördern wir deren Eigenständigkeit“, betont die Pflegedienstleiterin. Um die Qualität in der Pflege ständig zu verbessern, setzt Mina Beciri auf Mitarbeitergespräche und individuelle Weiterbildung. Sie selbst besucht gerade an der Fachhochschule einen Kurs auf dem Gebiet der Teamleitung. „Ich habe dynamische Mitarbeiter, bei denen ich auf einen angenehmen Teamgeist viel Wert lege.“ Besonders stolz ist sie darauf, Auszubildende zu betreuen, und so ihren Anteil für die Zukunft des Pflegeberufes leisten zu können. „Ich versuche aber auch selbst ein Vorbild zu sein und meine Überzeugungen mitzuteilen“, so Beciri. Sie erwartet von ihren Mitarbeitern Freude an der Begegnung mit älteren Menschen, Fach- und Sozialkompetenz sowie Feingefühl.
Enge Freundschaften und viel Freude.
Mina Beciri, die von der Akutmedizin im Krankenhaus in die Altenpflege gewechselt hat, liebt ihren Beruf: „Ich kann hier den Menschen helfen, ihren Lebensabend individuell und angenehm zu gestalten.“ Sie lernt in der täglichen Begegnung viel von den Senioren, und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. „Die Bewohner geben uns hier viel Freude zurück, und es entstehen enge Bindungen – wir leben ja sozusagen miteinander.“